Nach einem verheerenden Feuer mit drei Toten und fünf Verletzten in Bochum (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article6a3d2718b7ab279f3082d8a7/polizeieinsatz-im-freibad-4000-badegaeste-muessen-gelaende-verlassen.html) hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der 41-Jährige sei ein Anwohner und werde nun von der Mordkommission vernommen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Gegen ihn werde wegen Mordes ermittelt. Er soll das Feuer vorsätzlich gelegt haben. Ein technischer Defekt könne als Brandursache ausgeschlossen werden. Dagegen habe sich der Verdacht gegen den 41-jährigen Rumänen ergeben. Er sei polizeibekannt wegen Körperverletzungs- und Eigentumsdelikten. Als mutmaßliches Mordmerkmal nannte ein Polizeisprecher Heimtücke. Das Tatmotiv ist unklar. Ein Polizeisprecher berichtete, dass es am Sonntag, zwei Tage vor dem Ausbruch des Feuers, einen Polizeieinsatz in dem Haus gab. Dabei sei es um Streitigkeiten gegangen. Ob dies in einem Zusammenhang mit dem Feuer steht, sei aber noch unklar. Der Verdächtige sollte einem Haftrichter vorgeführt werden. Er habe sich bei der Mordkommission nicht zu den Vorwürfen eingelassen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Bei den Todesopfern handele es sich um zwei Frauen (25/27) und einen Mann (26) mit indischer Staatsangehörigkeit. Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat (SPD) hatte von einer „Tragödie, wie sie Bochum seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat“, gesprochen. Hausbewohner standen am Fenster und riefen um Hilfe Gegen 4.15 Uhr am Dienstag war die Feuerwehr alarmiert worden. Menschen standen an den Fenstern im ersten und zweiten Stock und riefen um Hilfe. Die Feuerwehr spricht von 25 Personen. Zwei Personen konnten über eine Drehleiter, zwei weitere über tragbare Leitern sowie eine Person mithilfe eines Sprungpolsters aus dem Gebäude gerettet werden. Insgesamt wurden fünf Personen verletzt, vom Rettungsdienst versorgt und in Bochumer Krankenhäuser gebracht. Zudem wurde eine Katze aus den Flammen gerettet, mit Sauerstoff erstversorgt und anschließend einem Tierarzt übergeben. Im Zuge der weiteren Löscharbeiten stießen die Rettungskräfte dann in einer der Wohnungen auf die drei toten Erwachsenen. Nach rund vier Stunden hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht. Wie die „ Bild (verlinkt auf https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/41-jaehriger-anwohner-festnahme-nach-feuer-mit-drei-toten-in-bochum-6acf64af77d7df6c69d6bdf7) “ berichtet, kursiert der Verdacht, dass mehrere im Hausflur geparkte Kinderwagen in Brand gesteckt wurden, wodurch der einzige Fluchtweg versperrt worden war. Die Opfer waren demnach erst drei Wochen zuvor in das Haus eingezogen. Das Wohnhaus und auch die Nachbargebäude mussten durch die Stadtwerke von der Stromzufuhr getrennt werden. Dadurch sind die Gebäude aktuell nicht bewohnbar. Eine Person aus den Gebäuden wurde durch das Sozialamt untergebracht, die übrigen Bewohner kamen bei Angehörigen und Freunden unter.